Von der erzählerischen Fülle zur Kraft der Stille

„In meiner Malerei suche ich nicht nach der Abbildung der Welt, sondern nach ihrer inneren Verwebung.“

Michael Pfeiffer
Michael Pfeiffer (Foto © Thomas Distler)

Mein künstlerischer Weg ist eine Reise der Klärung. Während meine früheren Arbeiten – etwa der Zyklus „Liebesgeschichten“ bzw „Rendezvous einer Tänzerin“ – von der dichten Erzählung, emotionaler Fülle und der Üppigkeit des Phantastischen Realismus geprägt waren, hat sich mein Blick heute geklärt.

Mit meinem aktuellen Zyklus „Gut genug“ habe ich zur Befreiung durch Reduktion gefunden. Im Minimalistischen Surrealismus nutze ich die Präzision der klassischen Ölmalerei nicht mehr, um Details zu häufen, sondern um Räume zu schaffen, die atmen.

Liquid Aesthetics & Die Essenz

Meine Figuren sind heute flüssige Übergänge (Liquid Aesthetics) zwischen Erde und Horizont. Wo früher die Fassade dominierte, herrscht heute die Essenz. Diese Werke sind eine Einladung, in die Weite zu blicken und die Zugehörigkeit zum großen, fließenden Ganzen zu spüren.

Das handwerkliche Fundament für dieses Wagnis der Weglassung legte mein Studium bei Arik Brauer. Seine Meisterschaft ist die Basis, auf der ich heute die Kraft der Einfachheit erkunde.


Künstlerischer Hintergrund

  • Studium: 1989–1994 Akademie der bildenden Künste, Wien (Meisterklasse Prof. Arik Brauer).
  • Stilistik: Contemporary Fine Art | Surrealismus | Minimalistischer Surrealismus.
  • Wirkungsstätten: Michael Pfeiffer lebt und arbeitet in Wien und in St. Margarethen im Burgenland.
  • Mitgliedschaften: Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs & Kunstkreis Purbach.

Ein Begleiter durch die Zeit: Das „Zeitmännchen“

Zeitmännchen, Michael Pfeiffer,

Ein besonderes Element in meinem Œuvre ist das Zeitmännchen. Geboren aus einer flüchtigen Skizze während meiner Zeit im Grundwehrdienst, hat es sich zu einer zentralen metaphorischen Figur entwickelt. Es erscheint immer dann, wenn ein Werk – oder das Leben selbst – nach Mahnung und Innehalten verlangt. Frei nach Wilhelm Busch thematisiert es die Vergänglichkeit: „Einzweidrei, im Sauseschritt – läuft die Zeit; wir laufen mit.“


Michael Pfeiffer

From Narrative Abundance to the Power of Stillness

„In my painting, I do not seek a mere representation of the world, but rather its inner interweaving.“

My artistic journey is one of clarification. While my earlier works — such as the „Liebesgeschichten“ (Love Stories) or „Rendezvous einer Tänzerin“ cycle—were characterized by dense narratives, emotional abundance, and the lushness of Fantastic Realism, my perspective has since sharpened.

With my current cycle, „Gut genug“ (Good Enough), I have found liberation through reduction. In Minimalist Surrealism, I no longer use the precision of classical oil painting to accumulate detail, but to create spaces that breathe.

Liquid Aesthetics & The Essence

Today, my figures represent fluid transitions (Liquid Aesthetics) between earth and horizon. Where facades once dominated, essence now prevails. These works serve as an invitation to gaze into the vastness and to recognize ourselves as part of a great, flowing whole.

The technical foundation for this venture into reduction was laid during my studies under Arik Brauer. His mastery remains the bedrock upon which I now explore the power of simplicity.


Artistic Background


A Companion Through Time: The „Zeitmännchen“

A unique element in my oeuvre is the Zeitmännchen (The Little Time Man). Born from a spontaneous sketch during my military service, it has evolved into a central metaphorical figure. It appears whenever a work—or life itself—demands a moment of reflection. Inspired by the words of Wilhelm Busch, it addresses the theme of transience: „One, two, three, in a hurried pace – time runs on; we join the chase.“


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